Alt-Katholische Friedenskirche

Alt-Katholische Friedenskirche

1914 bis 1916 von Albert Erbe (1868-1922) erbaut. Die künstlerische Ausstattung (Fenster und Deckenmalerei) stammt von Jan Thorn-Prikker (1868- 1932).

Sie gilt als die bedeutendste Jugendstilkirche Deutschlands. Seit 1999 wurde elf Jahre an der Wiederherstellung des Innenraumes gearbeitet. Die Friedenskirche ist Pfarrkirche der Alt-Katholiken in Essen, Oberhausen und Mülheim. Ihren Ruf verdankt die Kirche dem städtebaulich-architektonischen Entwurf, der künstlerischen Gestaltung der Fassaden und dem farbigen Innenraum. Der vor allem durch seine Glasfenster bekannte Jan Thorn-Prikker (1868-1932) entwickelte hier er eine ornamentale Raumgestaltung aus Farbe, Glas und Mosaik – für ein sakrales Gebäude in jener Zeit deutschlandweit ein Unikat. Durch eine denkmalgerechte aufwändige Sanierung des Innenraums und der Turmspitze ist die Kirche seit 2011 vollständig rekonstruiert.

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... mehr Blau - Alt-Katholische Friedenskirche: Programm am 8. Juni 2018

Unterkirche
17:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Getrommelt, mit Tuben

Solostücke mit neuartigen Instrumenten

Stephan Froleyks

Seit der Mitte der 80er Jahre spielt er regelmäßig mit neuen, eigenartigen Instrumenten, die oft für bestimmte Projekte entwickelt wurden. Aus alten Orgelpfeifen entstand die Flötenmaschine, den Messertisch bestü­cken Messer von Freunden aus aller Welt, die Tuba wird durch hinzugefügte Schalltrichter zur geschweiften Tuba. Die Klangwelt der Instrumente ist sehr unterschiedlich, ein jedes schafft sich seinen eigenen musikalischen Kosmos: die Saitenwanne macht sich auf zu Exkursionen ins Obertongebirge, Tontöpfe werden gestreichelt oder ge­ schlagen, die geschweifte Tuba, ist raumgreifend im wörtlichen Sinn – blubbernd, geschwätzig, plappernd, imposant­majestätisch. In speziellen Kurzkonzerten interagieren Musiker, Instrumente mit der be­sonderen räumlichen Situation der Alt-­Katholischen Friedenskirche.

20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

SONAR • SCENES – Klangskulpturen und visuelle Raum-Szenographie

Anastasija Delidova, Sebastian Gramss, Salim Javaid, Peter Eisold

Das audiovisuelle Projekt präsentiert ausbalanciert tiefräumige Klangskulp­ turen, die um das Zentrum der szenografischen Projektionen von Anastasija Delidova kreisen.

Die szenografische Ausgestaltung wird ortsspezifisch für diesen Auffüh­rungsraum inszeniert. Die ruhig fließenden, hypnotischen Projektionen ver­schmelzen mit den unterschiedlichen Instrumentalkonstellationen zu einem magischen und aus der Zeit gefallenen, hochpoetischen »Klang­Bild­Raum«. Die tieffrequentige Virtuosität Sebastian Gramss am Kontrabass trifft auf die delikate und zurückgehaltene Tonsprache Salim Javaids an den Holzblas­instrumenten, während das erweiterte Schlaginstrumentarium und die Live­Elektronik Peter Eisolds oszillierende Klangsphären und dynamische Kontrapunkte entgegensetzen.

Oberkirche
17:00 Uhr

Du musst gehen Aeneas – Geflüchtete Helden

»Dort lebt mein Herz, aber mein Körper lebt hier allein« (Abdul Rahman Kazkaz) Was heißt Flucht? Was Heimat? Junge Geflüchtete und Migranten aus Syrien, Irak, Argentinien, Rumänien und Italien erzählen von der Flucht, vom Ankom­ men, von ihren Träumen und der Realität. Wie der Held und Königssohn Aeneas aus dem brennenden Troja fliehen und einen Zufluchtsort fern der Heimat suchen musste, so leben unter uns Hel­den und Heldinnen mit ähnlichem Schicksal, aber anonym. Was geschieht mit Menschen, die ihr Hab und Gut, ihre Verwandten oder ihre Heimat durch Krisen und Krieg verloren haben? Mit »Du musst gehen Aeneas« gehen wir mit diesen Menschen auf die Reise, geben ihnen eine Stimme und lassen sie Helden werden – »just for one day«.

Es spielen: Nermeen Alassaf, Ameen Al Zoubani, Rifaat Alaido, Amalia Bejănaru, Hosam Wehbae, Abdul Rahman Kazkaz, Elena Kofina, Martina Candelo, im Video: Basel Arar.

Regie und Choreografie: Annelise Soglio. Dramaturgie und Sprecher: Manfred Kerklau Ton: Matthias Hettmer

Video: Annelise Soglio, Hosam Wehbae, Manfred Kerklau, Martina Candelo Assistenz/Foto: Martina Candelo

Guide: Bilge Çolak

18:00 Uhr, 20:00 Uhr

Strings of Soul – Musik mit Oud & Ensemble Ruhr

Im Musikprojekt Strings of Soul trifft das Ensemble Ruhr aus Essen auf den Komponisten und Oudspieler Raed Khoshaba aus dem Irak. Dabei entsteht eine faszinierende Klangwelt: Musiker westlichen und orientalischen Stils vereinen sich in einem Kammerkonzert für Streicher und Oud.

Raed Khoshaba betrachtet seine Musik als eine in die Welt zu tra­gende Botschaft. Sie ist eine Brücke, die Ost und West zuein­anderfinden lassen kann. Sie zeigt ein anderes Bild seiner Heimat – weit entfernt von Krieg und Zerstörung. Auch die Musi­ker des Ensemble Ruhr nutzen seit ihrer Gründung die klassi­sche Musik als Sprachrohr, um gesellschaftliche Themen in den Mittelpunkt zu rücken. Mit Raed Koshaba gelingt ihnen eine musikalische Verbindung, die alle Grenzen überschreitet. Unterschiede finden zusammen und entwickeln eine neue musikalische Sprache, die von Heimat und Zusammengehörigkeit erzählt.

19:00 Uhr

Andreas Gilgenberg

21:00 Uhr

Talking Horns

22:00 Uhr

Duo Confuego mit dem Programm VERANO AZUL (Blauer Sommer)

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