Künstler Frank Schulte auf Klangort-Suche im EVAG-Bus.

24. März 2014

Das Kulturpfadfest Essen ist ein „gesetztes“ Format für den Kultursommer in NRW– 2014 beginnt die künstlerische Arbeit jedoch schon Monate vorher: In Kooperation mit der EVAG, dem Mobilitätspartner des Kulturpfadfestes, geht der Kölner Klangkünstler Frank Schulte mit seinem Projekt „Stadtklang//: Hörorte“ auf akustische Spurensuche in Essen.

In einem Bus der EVAG richtet Frank Schulte ein temporäres Studio auf dem Willy-Brandt-Platz ein. Zu den folgenden Terminen ist er in den nächsten drei Wochen präsent und für alle EssenerInnen erreichbar: Freitag und Samstag 28./29.März, Donnerstag und Freitag 03./04. April,  Freitag und Samstag 11./12. April, jeweils 10 bis 18 Uhr.

EVAG Bus vor Handelshof_webBereits seit Monaten sammelt der Kölner, der sich mit zahlreichen Radio-Produktionen und auf Festivals  in ganz Europa einen Namen machte, in Essen Töne, Klänge und Geräusche. Die geschieht zum Einen für seine Performance auf dem Kulturpfadfest im Juni 2014, die in einer einwöchigen Klanginstallation im „Forum Kunst und Architektur“ hörbar bleiben wird.  Zum anderen ist die Arbeit Teil eines weltumspannenden (Kunst-­)Medien­projekts „radio aporee“, das seit dem Jahr 2006 eine mit google-maps verknüpfte „akustische Weltkarte“ aufbaut.

Frank Schulte bittet die EssenerInnen, ihm ganz konkret dabei zu helfen: „ Kommen Sie zu mir in den Bus zu und verraten Sie mir ihre liebsten, eindrücklichsten, schönsten, aber vielleicht auch schrecklichsten akustischen Orte zu verraten. Sie können mir diesen Ort und dieses Klangerlebnis direkt ‚schenken’, indem sie mir eine Tonaufzeichnung, ein Tape, eine Audiodatei vorbeibringen. Sie können mir aber auch einen Tipp geben und eine Klang-Spur legen, die ich dann vielleicht in meiner Vorbereitung für die Klanginstallation aufsuchen werde.“

Der Klangkünstler Frank Schulte interessiert sich für alle akustischen „Bits&Bites“ aus dem Essener Klangkosmos – als Kassette, Schallplatte, Tonspur- eines Films, Audiotape oder Datei. Die gesammelten Klänge der Stadt können ganz vielfältig sein. Autoverkehr, Kirchenglocken, Electro-­Beats. Rauschen im Park, Quietschen der Straßenbahn. Tassenklappern, Espressomaschine. Windhauch,  Publikumsraunen, Radiotöne – oder Klänge in der Arbeitswelt. Angstgeräusche aus dem Parkhaus und der Unterführung, Stadiongesänge, Babyschreien, Taubengurren, Vogelsingen.

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Technische Voraussetzungen sind nicht erforderlich. „Es ist schön, aber überhaupt nicht nötig, mir am Bus fertige Aufzeichnungen mitzubringen. Alle Tipps und Hinweise, die mir die BesucherInnen vorbeibringen, werden gesammelt und kartografiert. Ich werde in den Wochen vor dem Kulturpfadfest aufgrund dieser Angaben selbst vor Ort auf Spurensuche gehen und recorden.“

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