Ein Blick auf das Schwert der Äbtissin

28. Juni 2013

Ein ganz besonderer Moment heute nachmittag in der Schatzkammer des Essener Doms: Das Zeremonialschwert der Essener Fürtsäbtissinnen, eine Pretiose aus dem 10. Jhdt. n. Chr., wurde für das Kulturpfadfest aus der Scheide geholt und ist (nur heute!) in der Schatzkammer am Burgplatz zu besichtigen. Eintritt ist frei.

Seibel mit Schwert
Unser Bild: Silke Seibel, künstlerische Leiterin des Kulturpfadfestes, beim Begutachten der Kostbarkeit.
Das Stift Essen, die Keimzelle wurde um 850 von einer Adelsgruppe um den sächsischen Adligen Altfrid († 874), den späteren Bischof von Hildesheim (851-874), in der Nähe eines Königshofes(?) Astnidhi gegründet, von dem sich der spätere Name von Stift und Stadt ableitet.
Seine Blütezeit erlebte das Stift Essen ab Mitte des 10. Jahrhunderts unter fünf aufeinanderfolgenden Äbtissinnen aus dem Geschlecht der Liudolfinger. Mathilde II, Enkelin Kaiser Ottos I. führte das Stift von etwa 973 bis 1011, unter ihr kamen die bedeutendsten Kunstschätze des Essener Domschatzes nach Essen. Auch ihre beiden Vorgängerinnen Hathwig und Ida und ihre beiden Nachfolgerinnen Sophia und Theophanu entstammten dem liudolfingischen Geschlecht und mehrten damit Reichtum und Einfluss des Stiftes. 1228 wurden die Äbtissinnen erstmals als Fürstin bezeichnet, ab 1300 nahmen sie zunehmend ihre Residenz in Borbeck. Es entstand eine Herrschaft zwischen den Flüssen Emscher und Ruhr, zu der die Stadt Essen gehörte. Deren Bestrebungen, Reichsstadt zu werden, wurden vom Stift 1399 und endgültig 1670 vereitelt.

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