Burggymnasium und Burgplatz

Burggymnasium und Burgplatz

Als ehemaliger Vorhof des 851 vom hl. Altfrid gegründeten freiweltlichen Damenstifts „Asniti“ repräsentiert der Platz die Keimzelle der späteren Stadt Essen. Das Burggymnasium – als Zusammenschluss zweier schon lange existierender Gelehrtenschulen – ist mit seiner mehr als 1.000-jährigen Tradition wie keine andere Schule mit der Stadtgeschichte Essens verbunden.

Da vermutlich die Gründung des Stifts Essen/Asnidi im Jahr 852 auch mit einer Schulgründung verbunden war, reichen die Anfänge des Instituts womöglich bis ins 9 Jahrhundert n. Chr. zurück. Den heutigen Namen „Burggymnasium“ erhielt die Schule erst 1933. 1943 wurde das Schulgebäude in einem Bombenangriffs auf Essen völlig zerstört – und 1952 am selben Platz in der heutigen Form neu aufgebaut.

In den 1950er und 1960er Jahren war die Aula der „Burg“ ein beliebter Ort für Konzerte und Theater-/Kabarett-Gastspiele wie die „Lach- & Schießgesellschaft“ mit Dieter Hildebrandt, die Dutch Swing College Band und das „Irish Folk Festival“ u.v.a..

Seit Mitte der 1990er Jahre gehört die Begabtenförderung als integrativer Bestandteil zum Schulprogramm, auch die musikalische Ausbildung wird in Musik-AGs besonders gepflegt.

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…ins Blaue - Burggymnasium und Burgplatz Programm am 10. Juni 2016

17:00 Uhr

B E A T Z

Trommeln, Kisten, Rohre, Instrumente und Alltagsgegenstände – all das kann zur Erzeugung von Rhythmen herangezogen werden. Mal folkloristisch, mal technoid, hypnotisch, spirituell, treibend, schleppend, animierend oder beruhigend. Die vier Musiker von B E A T Z unter der Leitung des Groove-Zauberers Roland Peil schöpfen aus dem schier unermesslichen Repertoire von Rhythmen aus Peru, Kuba, Brasilien, Afrika und Europa. Ein rhythmisches Feuerwerk. Stillstehen oder sitzen wird schwierig!

17:00 Uhr

Essen Open Art – Präsentation des Projektes

Das Vorhaben »Wa(e)nde Suedost« hat 2012 einundzwanzig Künstler auf die Bahn gebracht, um die tristen Schallschutzwände der A40 in riesige Wandgemälde zu verwandeln. Der abweisende Grenzwall wurde zu einer einzigartigen öffentlichen Galerie, die Kunst für jeden kostenlos in die Stadt bringt. Und das auf einer Länge von 3,5 Kilometern. Initiator waren 7 Ehrenamtliche, künstlerische Ideengeber und Kuratoren dieses Mural-Art-Projekts waren insbesondere die Essener Künstler Gigo und Nils. Mit »Essen Open Art« wird die Idee, Kunst in die Stadt zu bringen, weiterentwickelt. 2017 werden international renommierte Künstler Wände in Essen gestalten. Wände, die präsent im Stadtbild sind, deren künstlerische Gestaltung und Verschönerung zu einem künstlerischen Erlebnis werden.

17:30 Uhr Burggymnasium

Fernes Blau – Burgorchester bereist musikalische Welten

Das Burgorchester unter der Leitung von Dr. Anja Wehrend bildet seit 20 Jahren eine wichtige Facette des künstlerischen Bereichs des Burggymnasiums Essen. Integriert in diese musikalische Arbeit ist, in Kooperation mit der Folkwang Musikschule Essen, die Ausbildung von  Instrumentalisten im Rahmen der Bläserklasse. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Arbeit mit der BurgBigBand sowie dem Vororchester.

Auf dem Kulturpfad zeigen die SchülerInnen, welches Können in ihnen steckt: In klassischer Orchesterform hören wir den frisch-fröhlichen »Ägyptischen Marsch« von Johann Strauss (Sohn) und einen Auszug aus dem wunderbaren »Norwegischen Tanz Nr. 4« von Edvard Grieg. In einem Streifzug durch die Filmmusik erklingen dramatische Themen aus den »Chroniken von Narnia« sowie spritzige Themen aus »Die glorreichen Sieben«. Spannende Hörgenüsse versprechen ferner die Aufführung der berühmten Melodie »Katjuscha« von Matwei Blanter im Arrangement von Anja Wehrend. Jazzig wird es mit der Aufführung von Debussys »The little negro«, gespielt von Daniel Rakewitsch auf der Querflöte, Adino Binondo auf der Klarinette, am Klavier begleitet von Ahmet Özbakir. Leichte Berührung mit Ethno-Jazz verspricht die Aufführung »Black Earth« des türkischen Komponisten Fazil Say,ebenfalls von Ahmet Özbakir gespielt.

18:00 Uhr und 20:30 Uhr

Kozmic Blue

Musiker untereinander zu vergleichen ist stets fragwürdig. Aber um es mit wenigen Worten auszudrücken: Bei Maggie Mackenthun findet sich eine tiefe Seelenverwandtschaft zu Janis Joplin und nichts beschreibt dieses Verhältnis besser als Maggies unbändige musikalische Energie und die Gänsehaut beim Hören ihrer ausdrucksstarken Stimme.

Maggie Mackenthun (vocals, harmonica, flute), Gerhard Sagemueller (guitar, percussion, vocals), Justus Sagemueller (cello, bass)

19:00 Uhr

Bernd & Bernd

Bernd Klanke und Bernd Keul schreiben und spielen deutsche Liebeslieder und Protestsongs.

19:30 Uhr

Talking Horns – feat. Christoph Hillmann

Im Februar wandelten die vier Bläser mit dem Percussionisten Christoph Hillmann auf Einladung des Goethe-Instituts den kulturellen Pfad zum größten Kulturfestival der arabischen Welt, dem Janadrijah-Festival in Riad. Über alle Fragen zur schwierigen politischen Situation hinweg wurde eines klar: Musik kann Grenzen überwinden, Empathie schaffen und kulturelle Dialoge in Gang setzen. Kommunikation ist der Weg: in guter Hoffnung – ins Blaue!

Andreas Gilgenberg (Alt- und Sopransaxophon), Bernd Winterschladen (Tenor-und  Baritonsaxophon, Bassklarinette), Stephan Schulze (Posaune, Bassposaune, Euphonium, Tuba, Flügelhorn), Achim Fink (Posaune, Basstrompete, Euphonium, Sousaphon) Christoph Hillmann (Percussion)

20:00 Uhr

Bewegte Musik

Das Publikum wird Zeuge einer spannenden und feinfühligen Eroberung von öffentlichen Räumen. Zusammen mit drei Tanzstudenten des »ZZT« der Hochschule für Musik und Tanz Köln wird das Kulturpfad-Motto Ins Blaue von Holger Mertin transdisziplinär beleuchtet. Bewegung und Musik als gleichwertige Teile desselben Ausdrucks. So entsteht eine Synthese aus bewegtem Körper und bewegter Musik. Ausgangspunkt ist, dass jeder musikalische Klang aus einer bewusst ausgeführten Bewegung bzw. Aktion resultiert – das Klangresultat ist untrennbar mit Bewegung verbunden.

Emis Turan, Sylvia Ehnis, Mirjam Schirk (Tanz), Holger Mertin (Percussion)

22:30 Uhr Burgplatz

Sturm und Strang – TheaterTotal

Aus Seilen, starken Tauen und zarten Fäden spinnen wir unsere Geschichte. Meine Geschichte, deine Geschichte – die Geschichte einer Gemeinschaft. Gibt es einen roten Faden in jedem Leben, der Anfang bis Ende umspannt? Der unsere Schicksale miteinander verwebt? In lebendigen Szenen und ausdrucksstarken Bildern jagt das junge Ensemble von TheaterTotal einem roten Faden nach, knüpft, zieht, hängt und schwingt, immer auf der Suche nach der eigenen Rolle und dem, was uns verbindet. In seiner Performance aus Schauspiel, Tanz und Musik beschreibt es auf humorvolle Weise seine Suche nach der Schnur des Lebens – nach ihrem Anfang und möglichen Ende und dem, was dazwischenliegt – unsere Geschichte.

TheaterTotal bietet jährlich 30 jungen, engagierten Erwachsenen die Möglichkeit, die Berufe rund um die Theaterbühne hautnah zu erleben. In Zusammenarbeit mit professionellen Künstlern entstehen dabei zwei große Produktionen: eine Tanztheaterperformance und ein Theaterstück, mit dem das Ensemble über die Aufführungen im Ruhrgebiet hinaus in ganz Deutschland
unterwegs ist.

Regie: Barbara Wollrath-Kramer

Sponsoren

Wir bedanken uns auch in diesem Jahr bei unseren Sponsoren, Unterstützern und Medienpartnern.

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