BLAUPAUSE – Synagoge und Kirchen zum Klingen bringen

7. Juni 2014

Montage Kirchen KPF

Die Alte Synagoge und Essener Kirchen sind wichtige Partner und Konzertorte beim Kulturpfadfest. Aus baulichen und organisatorischen Gründen sind 2014 die Erlöser- und die Kreuzeskirche nicht dabei, doch die Dichte des Programms an den übrigen Orten gleicht diese Lücke reichlich aus. Ein Rundblick:

In der Alten Synagoge erwartet uns ab 17:30 Uhr ein Programm aus Klassik und Klassischer Moderne (Ensemble Ruhr mitAntonin Dvorak und Erwin Schulhoff), mitreißende Improvisation eines Streichquartetts(„DASKwartett“) und Weltmusik („Tian et al“ mit Angel Rubio und Tian Korthals und den „Talking Horns“).

Gleich gegenüber lädt am Steeler Tor/Edmund-Körner-Platz die Alt-Katholische Friedenskirche zu Marcel Rodes Interpretation des „Catalogue d’oiseaux“ von Olivier Messiaen ein.

Die 13 Vögel des „Catalogue d’oiseaux“ erklingen zwischen 19:00 und 23:00 Uhr, unterbrochen von Aufnahmen realer Vogelstimmen. Messiaen war bereits als Jugendlicher vom Gesang der Vögel fasziniert. Begeistert von der Vielfalt seiner Beobachtungen und von den Vögeln als Sinnbild für die Schöpfung Gottes, komponierte er in den Jahren 1956 bis 1958 den „Catalogue d’oiseaux“. Messiaen hat darin nicht nur akribisch die Stimmen der Vögel notiert – auch die Farben ihres Gefieders, das Temperament der Bewegungen, ihr Flugstil und der Charakter der Landschaft, in der die Tiere leben, werden mitreflektiert.

Ebendort ermöglichen uns Hein Tint (Pat Waing), Jan Klare (Saxophon/Flöte) und Tim Isfort (Bass) eine faszinierende Begegnung zwischen Jazz und asiatischer Musiktradition: Hein Tint spielt virtuos das birmanische „pat waing“, das aus 21 stimmbaren Trommeln besteht und in Myanmar Hauptmelodieinstrument im traditionellen „hsaing waing“ Orchester ist. Der aus Zentralburma stammende Meister kam mit „Myanmar meets Europe“ auf verschiedene Festivals und wirkte bei Weltmusikprojekten in Asien und Europa mit.

In der Marktkirche sind Anna Herbst (Klavier), Tobias Hett (Violine) als „The City Substrings – Zwischen Kammermusik und Pop“ zu hören: „Nicht Folk, nicht Pop, nicht Jazz, nicht Klassik – aber etwas von allem. Die Musik des Berliner Projekts kommt aus jenen unfasslichen Sphären, in denen vielseitige Musiker mit freiem Kopf schlicht Schönes schaffen. Kleine Kammermusik-Songs, ohne Text, ohne Crossover-Bombast. Melodien, die kommen und wieder verschwinden, sich selbst genügen.“ (NDR kultur Neo).

Im ChorForum (ehem.St. Engelbert-Kirche, Südviertel) tritt neben „alpcologne“ und einer spätabendlich erweiterten (Party-)Besetzung der „Talking Horns“ das JugendJazzorchester NRW auf – zu hören unter Leitung von Michael Villmow und Stephan Schulze mit Bernd Winterschladen und Andreas Gilgenberg als Solisten.

Das JJO NRW besteht seit 1975. Nordrhein- Westfalen war das erste Bundesland, das mit Unterstützung seines damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau ein Landesjugendjazzorchester einrichtete und förderte. Als Repräsentant des Landes NRW gibt das JJO NRW Konzerte auf der ganzen Welt. Im Mai 1996 begeisterte die Band vor ausverkauften Häusern das Publikum in China; es war das erste deutsche Jugendorchester überhaupt, das im „Reich der aufgehenden Sonne“ tourte. Im Frühjahr 2000 feierte das Orchester sein 25-jähriges Jubiläum zusammen mit bekannten Größen der deutschen Jazzgeschichte: Paul Kuhn und Klaus Doldinger waren die Gäste sowie Mitglieder der WDR-Big Band.

Zu Beginn des Abends liest im ChorForum der bildende Künstler Cornel Wachter, begleitet durch den Jazztrompeter und Komponisten Bruno Leicht, aus seinem Buch „Als Paul McCartney mich anrief … Mein Erstes Musikerlebnis“. Wachter befragte Prominente, Musiker und Musikfreunde nach ihrer ersten Begegnung mit Musik und die Liste der Antwortgeber ist beeindruckend.

Über die Generalprobe des Mädchenchors am Essener Dom für den WDR haben wir schon <hier> berichtet.

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