BLAUPAUSE – Musica universale auf dem Kulturpfadfest 2014

1. Juni 2014

Head Musica universale

Weit gespannt ist der Bogen beim Kulturpfadfest BLAUPAUSE auf dem musikalischen Gebiet. Er reicht 2014 von der Ruhr bis nach Myanmar, von Köln bis in die Alpen, von Berlin bis Madrid.

Bei „Yangoon calling – Trio Burmani“ erwartet eine Begegnung von Jazz und asiatischer Musiktradition: Hein Tint spielt virtuos das birmanische „pat waing“, das aus 21 stimmbaren Trommeln besteht und in Myanmar Hauptmelodieinstrument im traditionellen „hsaing waing“-Orchester ist. Der aus Zentralburma stammende Meister kam mit „Myanmar meets Europe“ auf die Festivals in Moers, Nijmegen und Duisburg und wirkte bei vielen Weltmusikprojekten in Asien und Europa mit. Seine musikalischen Partner aus dem Ruhrgebiet sind Jan Klare und Tim Isfort. Klare ist seit Mitte der 80er Jahre als Saxophonist und Komponist bekannt und u.a. seit 2006 Leiter des Orchesters „The Dorf“. Bassist Tim Isfort machte sich mit seinem 30-köpfigen Orchester einen Namen, spielt bei The Dorf, macht Theatermusik und Projekte u.a. mit FM Einheit, Jacques Palminger, Christian Brückner. Zudem ist er Initiator des seit 2011 bestehenden ersten Kulturaustausches mit Myanmar.

Traditionelle Alphornmusik vereint sich beim eigenwilligen Projekt „Alpcologne“ mit Pop. Der warme Klang der vier Meter langen und urtümlichen Instrumente aus Fichtenstämmen, trifft auf die melodische Beweglichkeit der menschlichen Stimme. Volksmusik begegnet Pop- und Jazzsongs und heraus kommen die unterschiedlichsten Stile wie Ska, Tango, Mambo, Cajun oder Bluegrass. Die italo-amerikanische Sängerin und Songwriterin Victoria Riccio wird dabei von Mitch Höhler und ebasa Pallada begleitet, zwei „G’schtandenen“ aus der Kölner Bläserszene, die ihr Können bereits im Spannungsfeld von WDR- und Herbolzheimer-Bigband über das „Blasorchester Dicke Luft“ bis zur „Schäl Sick Brass Band“ bewiesen haben.

Last not least: Die „Talking Horns“ sind seit Jahren das eingespielte „Mobile Einsatzorchester“ beim Kulturpfadfest. 2014 bringen sie „Tian et al“ mit – den aus Berlin stammenden Globetrotter „Tian“ Korthaus (sax) und den madrilenischen Flamencogitarristen Angel Rubio. Beide werden an verschiedenen Stellen mit den Horns – Achim Fink, Bernd Winterschladen, Andreas Gilgenberg und Stephan Jochen Schulze – aufspielen. Das von der „Low-Tech“-Idee inspirierte Musizieren der Musiker passt nur zu gut in das Pfad-Konzept der Kunstpräsentation auf Augenhöhe mit dem Publikum: „Das Repertoire wächst beharrlich wie auch die Gemeinde der Freunde akustischer Kunst. Das aparte Erlebnis, musikalische Tiefe ohne Verstärker, Pixel, Pomp und Videoclips zu erreichen, gedeiht besonders in guter akustischer Umgebung. Daher auch der Hang der Talking Horns, wohlklingende Raume aufzuspüren.“

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